Archive von Juli 2009

Ich bin wohl im Zauberball-Zauber


gefangen :-)

zauberball-handschuhe

Jetzt stellt sich nur die Frage: bilden diese Handschuhe ein Paar? Oder soll ich doch lieber noch zwei stricken und dann zwei Paar daraus machen? Den wie man sieht, die frischen Fische in Crazy haben recht langen Verlauf ;-) Ist zwar aus einem Knäuel (Reste) aber dann doch irgendwie nicht.
Da bin ich auf Eure Meinung gespannt!
- noch zwei stricken?
- so tragen?

Katzenfront
der neue Kater kommt hier rägelmässig mahlzeiten. Es ist wirklich ein Kater – den das was er unter dem Schwarz trägt ist gut ausgeprägt und nicht kastriet ;-) Also bekomme ich keinen Nachwuchs gebracht. Heute stand er schon früh vor dem Tellerchen und lies er auch zu, dass mein Mann ihm die Mahlzeit vorsetzt. Max hat ihn noch nicht gesehen (zumindest nicht direkt im Haus), da der Kater kommt hier tagsüber, Max hingegen ist unsere Nachtkatze. Späterstens gegen 9:00 verlässt er das Haus und kommt erst gegen Mitternacht wieder.

 

Wer bist du


fragte ich den weißen-tiger Kater ;-) leider bekam ich keine Antwort – er hatte auch den Maul voll mit Futter! Aber selbst nach dem der erste Teller (Nassfutter) leer war und der zweite Teller (mit dem Trockenfutter) in Angriff genommen wurde blieb er weiter hin still.

fremd-02

Wahrscheinlich dachte er sich – bevor das Futter umkommt – kümmere ich mich darum. Max kommt letzte Tage eigentlich nur Nachts nach Hause. Dann mit großer Vorliebe (meistens wenn er nass wie ein Waschlappen ist) kuschelt er sich an mich! Danke, kann ich da nur sagen, aus dem tiefsten Schlaf gerissen.

fremd-01

Jetzt weiß ich nicht ob das ein Katzen Austausch ist, oder ob dieser Kater ein neues zuhause sucht, weil womöglich Max (oder doch Moritz) ihn vertrieben haben? Nach der Mahlzeit schaute er sich noch im Wohnzimmer und Esszimmer um. Probierte das Sofa im Wohnzimmer und verzog sich wieder auf den Steg.
Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass das Futter in der Küche steht, der Kater musste also erst durch die „Balkontür“, dann das Esszimmer und Wohnzimmer an die Tellerchen ran. Was er ganz selbstverständlich tat. Ich habe ihn fast gar nicht bemerkt, obwohl ich in der Küche stand.

Mal sehen ob er wieder kommt ;-)

 

200 g = 234 cm


Als ich den Schal aus Zauberball bei Ulli gesehen habe, dann wußte ich es sofort – so ein stricke ich auch! Und da Simon bis jetzt glaube ich noch nicht all zu viel Gestricktes von mir besitzt – bekommt er ihn zu seinem Geburtstag :-) Ich hoffe er wird ihm gefallen.

Verstrickt habe ich zwei Zauberbälle: Stone washed und Schokocreme mit 1 re 1 li mit 65 M. Der Schal ist 234 cm lang – also auch für einen großen Mann geeignet :-)

zauberballschal

 

Der Winter kann kommen


- oder ist er schon da? Jedenfalls ich bin super gut ausgerüstet! Zum Geburtstag bekam ich von Ann einen wunderschönen Schal aus eigenen Bärenzüchtung :-)

ann-schal

Es ist ein wahnsinnig schönes Zopfmuster-Schal, der von beiden Seiten gleich aussieht und so kuschelig ist, dass mein Hals den ganzen Winter über keine Kälte verspüren wird!

LIEBE ANN :-)) vielen Lieben Dank für deine Mühe – der Schal ist super schön geworden und ich werde es in Ehren tragen :-)

max-juli2009

Dieser Herr (Max) hat uns dann auch mal wieder beehrt. Er ist eine Woche vor unserer Rückkehr abgehauen. Mein Vater (welcher in unserer Abwesenheit Katze und Haus gehüttet hat) war mit den Nerven fix und alle! Gestern wurde uns die Katze in einem Katzenkorb zugestellt. Er hat sich eine Familie mit 4 (vier) Hunden als Ersatz ausgesucht. Ich gebe zu mein Vater kann mit 4 Hunden nicht konkurrieren!
Jetzt schläft er auf meinem Schreibtisch – als ob nix gewesen wäre.

 

Borneo (Geburtstag)


Tja nun steht vorne eine 5 bei meiner Jahreszahl. Rainer hat noch abends zugesichert, dass es nicht weh tun wird – aber irgendwie ist es schon komisch :-/

Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück, gleich anschließend gehen wir noch ein Mal zu den Orang-Utans. Und heute ist echt was los! Als ob alle Tiere wüssten, dass ich Geburtstag habe und eine Party für mich machen würden.

orangutan51

Es sind so viele Orang-Utans da! Sogar eine Mama mit Kind.

Zu den Orang-Utans gesellen sich noch zwei andere Arten von Affen, die auch etwas von den Bananen abbekommen wollen. Die Plattform ist voll. Viele Affen haben Babys am Bauch hängen – ein Argument für die Betreuer, auch ihnen ein paar Bananen zu geben.

Die Orang-Utans werden von den anderen Affen mit Respekt behandelt. Man klaut ihnen Bananen, tut das aber so nebenbei, damit die Großen nichts bemerken. Man ist auch mit den Resten zufrieden ;-) Als einer der Affen etwas frech wird, bekommt er einen kleinen Kinnhaken, so dass er fast von der Plattform herunter fällt. Faszinierend ist es auch, dass die Orang-Utans, falls ihnen die Hände fehlen (da sie mit Bananen schon voll sind) auch ihre Füße zu Hilfe nehmen. Hauptsache man nimmt sich so viele Bananen mit wie nur möglich. Als die Orang-Utans und die Betreuer die Plattform verlassen haben, wird diese von den Resten durch die kleineren Affen aufgeräumt.

Auf dem Weg zum Ausgang begegnen uns noch weitere Tiere: im Baum hing eins, das man am besten als Kreuzung zwischen einem Affen und einem Eichhörnchen beschreiben könnte. Danach kamen zwei Spechte mit rotem Kopfschopf – hier konnte man richtig hören, dass das Holz, das die beiden bearbeitet haben recht hart war – das muss tierische Kopfschmerzen geben! Weiter kam noch ein Tausendfüßler im luftigen Pelzmäntelchen.

Und kurz vor dem Ausgang bekamen wir einen Lemur zu sehen, der in luftige Höhe an einem Baumstamm „klebte“ und schlief. Unter seinem Fell kam ab und zu ein Kopf zum Vorschein.

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Direkt vor dem Ausgang sahen wir, dass auch Affen verschiedener Arten miteinander Kontakte Pflegen. So putzte einer einem anderen das Fell – obwohl sie zu verschiedenen Arten gehörten

Direkt vor unserem Chalet haben wir noch zwei Schlangen nacheinander angetroffen. Eine davon, als sie sich etwas erschrak, glitt Rainer über dem Fuß und verschwand im Gestrüpp. Die zweite war genauso lang und dünn aber mit roten und nicht grünen Punkten auf dem Rücken.

Jetzt sitzen wir wieder auf unsere Terrasse und essen den sonderbarsten Geburtstagskuchen, den ich bis jetzt hatte. Leider kam die echte Farbe des Kuchens nicht so richtig zu Geltung – er ist GRÜN!

 

Borneo (2. Woche)


Es gibt sie doch dachten wir es uns, als wir an dem ersten Tag in Lahad Datu einen Ausflug an der Küste entlang machten. Wir entdeckten Strände, an denen Schulen standen und nicht Herbergen für die Touris ;-) Na ja wieso soll nur die Polizei in diesem Land schöne Standorte haben? Schulen sind auch wichtig!

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Nachdem wir den Strand in beiden Richtungen inspiziert hatten, erforschten wir das unbekannte Gebiet weiter – den auf der Karte von Reise Know How gab es ab sofort keine Straßen mehr! Dafür dass es diese Straße nicht geben sollte, wurde ihre Qualität immer besser :-) Wir entdeckten nicht nur neue Straßen sondern auch neue Metropolen, die auf keine Straßenkarte zu finden waren – aber in den das Leben nur so pulsierte! Und auch wenn wir es kaum glauben wollten – wir haben auch ein Ressort gefunden! Richtig schön an einem recht breiten Strand gelegen. Super sauber, unglaublich ruhig und mit einem kleinen Wäldchen zwischen Haus und Strand. Hätten wir das bloß eher gewusst! So haben wir uns die Angaben notiert (für das nächste Mal).

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Nach der zweiten Nacht in Lahad Datu fuhren wir dann Richtung Sukau, wo sich entlang des Kinabatangan mehrere Logges für Touristen befinden, welche auch Flussfahrten anboten. Sauteuer ist noch untertrieben! Aber wir erklärten einem Angestellten, dass er sofort auf mehr Geld bei seinem Chef pochen soll, bissen in den sauren Apfel und blieben in der Sideriver Logge für eine Nacht. Der Angestellte, der für unser Wohl zuständig war verdiente im Monat 400 RM (ca. 80 Euro). Wir zahlten pro Person 325 RM! Was in keinem Verhältnis zu den sonst üblichen Preisen in diesem Land steht! Ich hoffe nur, dass zumindest die WWF etwas von dem Geld abbekommt, oder dass der Angestellte eine Gewerkschaft bilden wird! Aber egal – es ist nicht so, dass wir uns das nicht leisten können – unverschämt fanden wir nur, dass es in einer Tasche landet und nicht gleichmäßig verteilt wird.

Wir kamen in Sukau zu Lunch-Zeit – so dass wir dort noch ein Mittagessen bekommen haben und um 16:30 Uhr sollte es auf den Fluss gehen. Vorher kamen noch mehr Touris per Schiff aus Sandakan, unter ihnen zwei Deutsche, so dass wir ab sofort etwas Gesellschaft hatten. Bevor es auf das Schiff ging sind wir erst auf einen Vogelbeobachtungsturm gestiegen und genossen die Gegend – leider keine besonderen Vögeln. Als die Abfahrtzeit sich näherte, wurde auch das Wetter schlechter – es fing etwas zu regnen – was sich dann doch aber verflüchtigt hat :-)

Rainer und ich bekamen Platz in der ersten Reihe :-) hinter uns saßen dann noch weitere 5 Touris, unser Führer und der Bootsmann. Ab ging es in einem Affentempo zu einer Abzweigung von Kinabatangan, wo die Nasenaffen wohnen sollten. Da haben wir doch bemerkt, mit den Affen ist es wie mit den Pilzen – am schwierigsten ist es den ersten zu finden ;-) Danach sah man immer wieder welche in den Bäumen sitzen. Die, welche wir gesehen haben, sind wohl keine wichtigen Männchen gewesen, da ihre Nasen noch recht stupsig und klein waren. Es machte aber Spaß ihnen zuzusehen, wie sie vom Baum zu Baum sprangen.

nasenaffen

Auf einem weiterem Ast entdeckte unser Führer einen Leguan über dem Wasser hängen. Diesen Burschen konnte man auch gut fotografieren – er bewegte sich nicht :-)

leguan

Unser Guide bekam plötzlich eine Info! Er fragte uns, ob er drehen darf und dass er uns etwas besonders zeigen will – er kann nichts versprechen – aber wenn wir Glück haben, dann bekommen wir Elefanten zu sehen! Also drehen wir um – die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer – hinter uns drehen gleich weitere Boote mit. Wir fahren noch mal an unserem Ressort vorbei und wechseln das Boot – mehr PS! Jetzt geht die Jagd weiter.

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Im Fluss schwimmen ganze Baumstämme und die sind hier wirklich sehr groß – unser Bootsmann schafft es aber diesen toll auszuweichen – was ich sehr schätze, da es angeblich in diesem Fluss auch Krokodile gibt. Und auf die im Wasser habe ich keine Lust!

Nach ca. 15 min wilder Fahrt kommen wir zu den Elefanten! Sie sind wirklich da :-) Gut, es sind zwar auch mehr Touristen als Elefanten vor Ort – aber das macht nichts! Es sind an die zehn Tiere. Kleine, große und mittlere. Erst etwas von dem hohem Gras am Ufer versteckt – aber so ein bisschen Gras ist doch nix für einen Elefanten – sie fressen uns die Sicht buchstäblich frei :-)

Alle sind hell auf begeistert. Wir natürlich auch. Rainer macht Unmenge an Fotos – leider sind nicht alle etwas geworden. Aber was man gesehen hat, dass hat man ;-)

elefanten

Schon auf dem Weg zu den Elefanten sind wir an einem Tukan vorbeigefahren. Jetzt auf der Rückfahrt saß er immer noch in seinem Baum und wartete auf uns. So konnten wir auch noch diesen doch recht seltenen Vogel von allen Seiten begucken, und als ob das nicht genug wäre kam noch einer dazu. Auch andere Arten von den Hornbills gesellten sich noch in den neben stehenden Bäumen hinzu, so dass wir wirklich auf unsere Kosten gekommen sind.

tukan

Zum Abendessen sollten wir uns alle umziehen – jeder bekam bei der Ankunft ein Röckchen („Sarong“) mit einer Erklärung, wie es bei den Männern und wie bei den Frauen zu binden ist. So tanzten wir alle in Röckchen zum Dinner auf.

Dieser Tag ist voller Erlebnisse und toller Erinnerungen zu Ende gegangen. Klar sind die Preise für unsere Verhältnisse ein klacks! Aber man bedenke, dass sie in keinem Verhältnis zu irgendetwas stehen! Es ist reine Abzocke – gut, recht humanitär – denn es werden nur Ausländer abgezockt ;-)

Am nächsten Tag sind wir sehr früh aufgestanden (normalerweise geht der Wecker bei uns jeden Tag um 7:00 Uhr an) – an diesem Tag noch eher! Wir wollen noch vor dem Frühstück eine Dschungelwanderung machen. Am Ressort ist ein kleiner Weg durch den Dschungel ausgewiesen – mit großen Versprechen, was man alles zu sehen bekommen kann. Klar wenn man aus dem Dschungel kommt sieht man bestimmt das eine oder andere mehr ;-) Wir haben immer hin mehrere Rollwürmer (ist bestimmt nicht die korrekte biologische Bezeichnung) zu sehen bekommen, ein paar Schmetterlinge, ein Eichhörnchen und zwei Blutegel! Gut, die letzteren haben wir auch rechtzeitig bemerkt – so dass wir sie abschütteln konnten.

Als wir aus dem Dschungel herauskamen, waren wir wieder plitsch-nass! Also schnell umgezogen, und leicht stinkend haben wir uns ans Frühstücktisch gesetzt. Da wir aber alleine am Tisch saßen hoffe ich sehr, dass wir keinen gestört haben.

Es ist wirklich schön hier, dachten wir uns bei unserer Abfahrt. Wir bedankten uns bei unserem guten Geist und fuhren weiter Richtung Sandakan. Unterwegs warteten auf uns noch die Gomatong-Höhlen. Sie gehören, glaube ich, zu den größten Höhlen in Borneo. Im Inneren sollen Schwalben nisten. Zwei Mal im Jahr werden ihre Nester geraubt. Diese erzielen dann am chinesischen Markt horrende Preise. Die Leute, die diese Nester pflücken, wohnen gleich in der Nähe der Höhlen. Es ist bestimmt kein Zuckerschlecken dieser Job, dieser Meinung bin ich vor allem nach dem ich in der Höhle war.

In ihr nisten nicht nur Schwalben sondern auch Tausende von Fledermäusen – soll ich noch weiter erzählen? Die Scheiße, vornehm Guano genannt, steht Knie-hoch! Aus diesem Grund wurden für die Touristen Holzstege gebaut. Nur auch diese sind nicht sauber – geht doch gar nicht anders! Das Geländer sollte man lieber nicht anfassen – es seit dem im äußersten Notfall – den auch dieses bleibt nicht verschont. In der Höhle herrscht unglaublicher Gestank! Ich hätte liebend gerne auf den Besuch verzichtet – aber Rainer kann keiner Höhle aus dem Weg gehen – also auch dieser nicht.

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Nicht nur Schwalben und Fledermäuse sind dort anzutreffen – nein auch Millionen, wenn nicht Milliarden von Kakalaken und anderen Kreaturen, von den ich gar nicht den Namen wissen will
Auf dem Geländer entdeckte ich eine zusammen gerollte Schlange

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von der haben uns die beiden Deutschen, die mit Ihrem Führer in der Höhle kurz vor uns gewesen sind, nicht gewarnt – so gehen wir davon aus, dass sie sie übersehen haben. Ein weiterer Führer, dem wir ein Bild von der Schlange gezeigt haben, meinte es wäre Gelbe Rasierklinge – auch ein netter Name! Nur gut, dass sie sich nicht bewegt hat, den laufen konnte man da schlecht!

Als wir aus der Höhle heraus kamen, war ich echt erleichtert, der Gestank blieb aber in meiner Nase noch lange haften.

Auf dem Weg zum Auto stießen wir auf eine Gruppe Affen, die sich um den Holzsteg versammelte. Auch der Chef kam zu uns herunter, um uns zu zeigen, wer hier das sagen hat – vielleicht deswegen sind die Bilder von ihm immer so unscharf – aber die anderen sind ganz nett geworden :-)

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Jetzt geht die Reise dann endgültig weiter nach Sepilok (Sandakan). Es ist ein Orang-Utan-Rehabilitationszentrum. Dort befinden sich die Orang-Utans, die beim Wildern in den Obstplantagen erwischt worden sind, und auch kleine Babys, welche bei Wilderern beschlagnahmt wurden. Hier lernen sie das Leben im Dschungelwald und werden dann wieder im Dschungel freigelassen, nachdem sie alles gelernt haben. Wir suchen uns ein Ressort aus, das nur ein paar Minuten von dem Zentrum entfernt liegt, und finden ein kleines Paradies.

So wohnen wir wieder in einem Häuschen, das an einem See liegt, das Badezimmer sieht aus, als ob es aus einem Schöner Wohnen Heft herausgesprungen wäre.

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Es ist unglaublich still hier und rund herum blühen Orchideen.

orchideen

Ursprünglich wollten wir hier nur eine Nacht verbringen – aber es werden doch drei :-)

Abends auf der Terrasse sitzend, beobachten wir die Tukans, hören den Geräuschen des Dschungels zu und genießen die Zeit, die wir hier noch verbleiben dürfen. Gut, dass uns dieses Plätzchen nicht auf dem Hinweg begegnet ist, denn sonst hätten wir wohl nichts mehr von Borneo mitbekommen.

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Wie gesagt in der Nähe liegt das Orang-Utan-Zentrum. Um drei Uhr gibt es dort eine Fütterung, zu der, falls wir Glück haben, außer Touristen auch ein paar Orang-Utans kommen werden. Wir haben wirklich Glück! Schon eine halbe Stunde vor dem Termin zeigt sich der erste Orang-Utan, dann kommen noch zwei weitere. Man merkt, dass es auch hier direkte Gefühle eine Rolle spielen, man geht sich aus dem Weg oder mag sich. Die von den Betreuern mitgebrachten Bananen finden nicht so einen großen Absatz wie das Getränk. Wohl ein Gemisch aus Wasser und Milch. Als die Schüssel leer ist, wird sie von dem letzten Orang-Utan noch mal gründlich ausgeleckt.

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Rainers geführte Nachtwanderung durch den Dschungel ist nach über einer Stunde zu Ende. Den Bauchnabel haben wir dieses Mal vorsorglich zugeklebt ;-) So ganz alleine kam er nicht heim – einen kleinen Egel fand er in seiner Hose. Aber gebissen wurde er dieses Mal nicht! Danach gab es Abendessen und eine Pause auf der Terrasse! Das Leben kann manchmal verdammt schön sein! Ich bekomme zu sehen, was Rainer an Bildern mitgebracht hat. Unter anderen einen Blutegel der sich von einer Blattspitze (deswegen kommen sie auch bis zum Bauch!) zu einer Wärmquelle streckt, einen kleinen Vogel, der unter einem Blatt Regenschutz sucht, zwei Lorris, eine Viper, die hoch oben in den Bäumen hängt, und einen schwarzen Skorpion, der sich in einer Baumhöhle versteckt.

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Borneo (1. Woche)


Damit ihr so wisst, was wir so machen und was wir bis jetzt gesehen haben, hier ein kurzer Bericht:

Das Einchecken hat dank des Internets super geklappt. In Frankfurt haben wir dann nur noch unser Gepäck in die vertrauensvollen Hände der Lufthansa übergeben und schon waren wir „fertig“. Vor uns lagen nur noch ca. 12 Stunden Flug! Die Maschine war brechend voll. In unserem Teil gab es nur zwei freie Sitzplätze (und wir sind nicht im Business-Teil geflogen!) Irgendwann sind aber auch die 12 Stunden vorbei gewesen und ich wunderte mich, dass man den Standard des Fluges von einem Flug zu dem anderen noch absenken kann – es scheint aber doch zu gehen! Sparen, sparen, sparen, auch wenn es am Kunden ist!

In Singapur am Flughafen wurden wir von Wärmeerfassungskameras auf der Rolltreppe „begrüßt“ und gleich überprüft, ob wir nicht zu heiß gelaufen sind – „Schweinegrippe“ lässt grüßen ;-) Die zwei großen Gepäckstücke ließen wir gleich am Flughafen und mit unserem Täschchen stiegen wir in die U-Bahn. Unsere E-Tickets sind immer noch gültig gewesen, aber da sie schon etwas in die Jahre gekommen sind, bekamen wir neue.

Im Hotel angekommen, gingen wir sofort Sushi essen! Davon habe ich doch schon so lange geträumt! Was soll ich sagen? Lecker war es! Grünen Tee dazu und der Urlaub kann beginnen.

Denn gleich am nächsten Tag flogen wir weiter nach Kota Kinabalu – der Hauptstadt von Sabah, einem malaysischen Borneo-Teil. Auch hier ist die Schweinegrippepanik ausgebrochen, wir müssten schriftlich versichern, dass wir nicht krank sind, haben ein Zettel mit einer Notfallnummer bekommen, und müssten schriftlich zusichern, dass wir uns die Hände immer mit Seife waschen werden! Zum Schluss mussten wir uns die Hände noch desinfizieren und so durften wir den malaysischen Boden betreten.

Unser Auto wartete schon auf uns – ein vornehmer schwarzer Ford Allrad. Gut, dass uns diese Größe von Auto nicht unbekannt ist – denn in Malaysia fährt man links! Und das reicht eigentlich als Verwirrung. Nicht genug dessen ist der Blinker mit dem Scheibenwischer vertauscht – das heißt, wir schalteten den Scheibenwischer recht oft – auch ohne Regen!

Jetzt brauchen wir noch ein Hotel. Von zu Hause haben wir nicht reserviert. Unsere Erfahrungen aus Westmalaysia sagten uns: Platz gibt es genug, man muss nur finden wo! Leider haben wir mit der recht schnell anbrechenden Dunkelheit nicht gerechnet. Dunkel, dunkle Straßen, fehlende Beschilderung – also einfach ist es nicht. Ein Ressort am Strand haben wir auch recht gut gefunden, nur mit den Preisen pro Nacht (die ein Monatsgehalt des Angestellten dieses Ressorts überschreiten) sind wir nicht einverstanden gewesen. Also müssten wir uns etwas neues suchen. Die Malayen sind aber super nettes Volk – man griff uns unter die Arme, skizzierte etwas auf der Karte und reservierte ein Zimmer (zum halben Preis) in einem anderen Ressort :-) Wie gut, dass wir ein Allradauto genommen haben, dachten wir uns bei dem ersten Schlagloch, dass uns bei jedem anderen Auto mindestens einen Achsenbruch verursacht hätte! Nach diesem Schrecken kamen wir in Kriechtempo zu unserem Ressort, welches direkt am Meer lag, an einem Strand, den wir leider wegen der Dunkelheit am ersten Abend nicht zu sehen bekamen.

Am nächsten Morgen machten wir aber sofort einen wunderschönen Spaziergang. Einmal nach rechts bitte dachten wir uns und gingen darauf los so lange bis der Strand zu Ende war. Das Wasser angenehm warm, der Strand feinkörnig und weich.

strand-hotel

An diesem Ort verbrachten wir drei Tage – wobei wir die nähere Umgebung, die näheren Restaurants und ganz genau die Löcher vor unserem Ressort ins Auge genommen haben. In den ersten Tagen stellten wir auch fest, dass die Straßenkarten welche wir mitgebracht haben (darunter auch malaysische) eher einen grob informativen Charakter und keine bindende Aussage besitzen. Straßen sind da – die verlaufen zwar nicht immer dort, wo die Karte sie anzeigt und sind nur in sehr seltenen Fällen so schnurgerade wir auf der Karte, aber irgendwie kommt man von Punkt A zu Punkt B. Die Zeit unterliegt dabei eher der Relativitätstheorie als dem geplantem Vorhaben ;-) Aber wir machen Urlaub! Schade nur, dass es so schnell dunkel wird und dass die Straßen stellenweise in einem eher sehr schlechtem bis nicht vorhandenem Zustand sind. So fahren wir in den ersten Tagen etwas Richtung Norden (Kota Belud) und dann am Rand des Gebirges (Kinabalu) zum Ressort zurück. Am nächsten Tag fuhren wir nach Kota Kinabalu – laut unserem Reiseführer trotz allem eine Reise wert – na ja diese Meinung bleibt wohl dem Autor vorbehalten. Nach einem überteuerten Tee fuhren wir dann weiter Richtung Park Kinabalu um zu erfahren wann die nächste Rafflesia blühen wird. Schon wieder haben wir den Karten zu großen Glauben geschenkt. Die Strecke zog sich – kein Wunder! Die Straße kletterte auf über 1700 m! Nur woher soll man das wissen? Wenn der Karte solche Infos nicht zu entnehmen sind? Die Gegend ist wunderschön! Auf dem Straßenrand wachsen Pflanzen, die wir aus Westmalaysia kennen, die aber jeden Europäer in Erstaunen versetzen würden. Darunter auch mein Lieblingsfarn, der unglaubliche Baumausmaße erreicht. In den hohen Lagen wird Gemüse angebaut für das es unten viel zu warm wäre ;-) Kohl und Tomaten gehören auch dazu.

Nach ein paar Stunden erreichen wir auch den Rafflesia Park. Leider blüht zur Zeit keine Rafflesia. Ihr wisst nicht was Rafflesia ist? Es ist die größte Blume der Welt. Sie braucht 15 Monate bis sie sich von der Knospe bis zu Blüte entwickelt und dann blüht sie nur 5-7 Tage! Die Blume gibt es (je nach Sorte) in verschiedenen Größen. Hier sollte sie 20 bis 30 cm erreichen. Aber das ist dann auch egal – da sie nicht da ist. Ein Mini-Abstecher in den Dschungel ist auch etwas schönes. [Bild] Da wir aber wissen, dass wir uns recht weit von unserem Hotel befinden, bleibt keine Zeit diese Schönheit zu genießen. Da unsere Karte ab sofort eine bessere Straße verspricht fahren wir eine neue Strecke (wir hätten es vielleicht doch lieber drehen sollen!) Nur es mag sein, dass auf der Karte die Strecke besser aussieht in Wirklichkeit verwandelt sich die Straße in eine Piste und nicht mal diese von guter Qualität! Dafür stehen dort Bagger oder Schilder. AWAS (Achtung) ist wohl das häufigste Schild in Sabah. Die Firma, die diese Schilder produziert, weiß inzwischen bestimmt nicht wohin mit dem Geld ;-)

Unterwegs sehen wir Reisfelder, die terrassenförmig den Hügel runter klettern. Ja in Malaysia wird auch Reis angebaut!

reisfelder

Nach Ranau klettern wir wieder hoch – Kinabalu (mit seinen über 4000 m) kreuzt unsere Straße, die unsere Karte als geraden Weg zeigt. So kommen wir erst sehr spät ins Hotel – aber da wir inzwischen alle Löcher auf dem Abzweig zu unserem Ressort kennen, ist das nicht so tragisch. Leider gab unser Autostromkonverter seinen Geist auf, so konnten wir den Computer nicht aufladen – und so ging auch unser GPS aus :-( das führte dazu, dass wir irgendwann falsch abgebogen sind und in einer unbekannten Dunkelheit gelandet sind. Nach ein paar bangen Minuten fanden wir aber den Weg wieder und auch das Hotel. Dort wartete auf uns ein prächtiges Buffet mit vielen Leckereien.

So sind die ersten drei Nächte vergangen – die Tage sonnig, ab und zu regnerisch und immer mit neuen Eindrucken und neuen Erlebnissen – wunderschön.

Unser nächster Ziel hieß Kudat. Recht weit im Norden. Das die Straßen nicht immer mit den Karten übereinstimmen wissen wir schon, aber dass eine Straße die auf zwei Karten (davon eine malaysische) plötzlich an einem Flussufer endet hat uns schon sehr erstaunt. Dort hofften wir wieder ein schönes Hotel oder Ressort am Strand zu finden. Na gut hoffen kann man – verboten ist es nicht ;-) Aber leider werden nicht alle Hoffnungen erfüllt. Der in einem Reiseführer (wir haben 3 verschiedene dabei) wird ein Ressort auch angekündigt – nur leider ist er irgendwie nicht im Betrieb. Es soll dort ein neues Kudat-Ressort geben – nur wiederum wo die Anmeldung zu diesem Ressort ist haben wir nicht erfahren können. So fahren wir erst nach Tip of Borneo – den nördlichsten Punkt von dieser Insel. Die Sicht ist beraubend, das Meer faszinierend, der Strand in unmittelbarer Nähe wunderschön – nur keine Schlafmöglichkeit vorhanden. Unser Zelt haben wir leider nicht mitgenommen!

tip-of-borneo

An diesem Strand entdecken wir eine toll gelegene Polizeistation! Diesen Job würde ich auch gerne machen – aber schaut selber – so lässt sich doch leben – oder?

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und dann jeden Abend dieser Anblick

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– ist doch kaum zu ertragen – oder?

In Kudat finden wir in der Stadtmitte ein Hotel und fahren noch mal zum Strand. Wieso haben wir bloß kein Zelt mit?! Aber von diesem Hotel sind es auch nur 20 min. bis zu dem Strand.

An nächsten Morgen regnet es in Strömen! Im Hotel gibt es kein Frühstück – das heißt wir müssen in die Stadt. Kennt ihr chinesisches Frühstück? So ist auch das Malaysische ;-) Tofu in diversen Variationen, gebratene Nudeln, gedämpfte Etwas (leider habe ich es bis jetzt nicht probiert was es ist) und Hühnerflügel in Honig gebeizt und dann gebraten – diese habe ich schon öfters gegessen, sie schmecken herrlich. Für die paar Europäer hatten sie auch Toast. So machten wir uns ein globales Frühstück und fuhren Richtung Süden.

Im Hotel kauften wir uns noch ein kleines Büchlein von dieser Gegend und entdeckten dabei einen schönen Strand, der von Felsen umsäumt ist. Wie in einem kleinen Paradies sieht es hier aus. Ein Spaziergang und Bad im Meer müssen jetzt sein. Während des Spaziergangs fand ich eine riesengroße Muschel – habe mich aber dazu entschlossen sie am Strand liegen zu lassen. Erstens roch sie noch recht streng und zweites sie wog deutlich mehr als ein kg.

muschel

Auf dem weiteren Weg besichtigen wir noch das so genannte Longhouse. in dem früher bis zu 100 Familien wohnen konnten. Jede Familie bekam einen Zimmer (die wirklich nicht all zu groß gewesen sind) und ein Haus konnte bis zu 100 solcher Zimmer besitzen! Das Haus, das wir besichtigt haben hat 10 Zimmer. Die Hauptkonstruktion ist aus einem sehr hartem Holz, welches 25 Jahre hält. Der Boden ist aus halbierten Bambusstäben (Fußreflexmassage) und die Wände sind ursprünglich aus Baumrinde gefertigt – nur diese wäre jetzt schwer zu bekommen – also dann auch hier Bambus. Das Dach besteht aus Palmenblättern – welche alle 5 Jahre erneuert werden müssen. Es sind immer Matten von ca. 1,5 m die wie Dachziegel verlegt wurden. Das Klima im Haus ist hervorragend – auch ohne Klimaanlage. Die luftige Konstruktion hat was in sich – aber für unsere Breitengrade ist sie nicht geeignet!

langhaus

Im nächsten Dorf wohnen die Gongmacher. Die Dinger sind schön und in verschiedenen Größen, aber was will man mit einem Gong denn tun? Ich fand dafür keine Verwendung, so wurden nur ein paar Fotos gemacht und die Reise geht weiter in den Süden.

gongs

Wir wollen in der nähe von Kinabalu übernachten, dort dann am nächsten Tag durch den Dschungel gehen und in die Natur tauchen. Aber leider ist das Wetter auf dem Weg zum Berg mehr als bescheiden, es regnet und zwar gar nicht zu wenig. Pläne umgeschmissen und weiter nach Ranau gefahren. Dort finden wir ein Hotel – oder so etwas in der Art. Wie gut, dass mich unsere früheren malaysischen Erfahrungen dazu bewogen haben ein eigenes Spannbetttuch zu nehmen :-) Es ist schön, wenn man kein gebrauchtes benutzen muss. Vor allem, da man mit dem Vorbenutzer weder verwandt noch verschwägert ist ;-) Aber diese Nacht ist ein Graus – zumindest für mich. Sobald wir im Bett lagen, fing draußen unglaublicher Lärm an, als ob jemand mit voller Bassstärke sein Auto unter unserem Fenster aufgedreht hätte. Ist diese Lärmquelle ausgeschöpft gewesen, fingen andere zu lärmen, sind die fertig geworden, kamen die Rufe des Muezzins und gleich danach die Müllabfuhr, sind die fertig geworden öffneten die ersten Restaurants und dazu mussten die ihre Jalousien – welche aus Metall sind – hochziehen – und das direkt vor unserem Fenster und immer schön nach einander, damit ich mehr davon habe! Ich habe die Aussage meines Mannes, der am nächsten Tag behauptet hat gut geschlafen zu haben, nicht verstehen können!

Jedenfalls auf seine Frage was machen wir jetzt wusste ich nur eine Antwort: URLAUB! Bitte ein Strandhotel (am liebsten gehobene Preisklasse!) und Ruhe! Damit war er einverstanden. Blick in die Karte (ich glaube wir sollten die Dinger echt wegschmeißen) sagte uns der Süden sieht viel versprechend aus.
Auf dem Weg dort hin entdecken wir am Straßenrand ein Schild, das ankündigt, dass eine Rafflesia blüht – also nichts wie hin! Sie blühte jetzt den 5-ten Tag – war also nicht taufrisch – aber da ;-) Wir zahlten eine Guckgebühr und durften die Wunderblume bestaunen. Sieht wirklich sehr mächtig aus! Das Exemplar hatte deutlich über einen halben Meter Durchmesser! Um die Blumen (es war ein Hügel) war gleich ein Steg aufgebaut, so dass wir sie nur von ca. 2 m sehen konnten. Neben ihr sah man noch ein verblühtes Exemplar und auch mehrere Knospen!
rafflesia

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So sind wir nach einem Tag im Auto in Semporna angekommen. Kein Strand – also auch kein Strandhotel! Dumm gelaufen. Wir fanden ein Ressort (nicht gehoben) aber im großen und ganzen sehr nett. In manchen Reiseführen wird das Wort rustikal benutzt. Auch hier kommt unser Tuch zum Einsatz, den es gibt nur ein Betttuch und wir hätten es entscheiden dürfen ob wir darunter oder darauf schlafen wollen ;-) So saßen wir die letzten zwei Nächte in einem Pfahlhäuschen über dem Meer, hörten Karaoke und genießen die Gegend. Und jeden Abend gab es super tolles Fisch-Prawns-Menü direkt über dem Meer in dem Ressort. Ich freundete mich dort auch mit einem Kater an, welcher wunderschön war. Max verzeihe mir – bin etwas fremd gegangen ;-) Der Konkurrent war auch schwarz, hatte aber einen weißen, breiten Streifen über dem Bauch verlaufen und weiße Pfoten – klasse sah es aus. Diesen Bauch durfte ich dann immer kraulen, während wir auf unser Essen gewartet haben.

Strände gibt es in Borneo eigentlich nur an der Westküste und im Norden – na ja diese Info ist auch nicht in den Reiseführern zu finden – schade eigentlich! Am ersten Tag in dieser Gegend fahren wir nach Tawau, nach der Stadtbesichtigung wollen wir noch die Tawau-Hügel besichtigen, aber als wir gerade vor dem Tor stehen, öffnen sich die Himmelpforten und es kommt viel Wasser herunter. Ich weigere mich das Auto zu verlassen, mein Mann bekommt schlechte Laune :-( Auf dem Rückweg entdecken wir Kakaobäume. Eigentlich dachte ich immer Kakaobäume sind groß und stattlich. Diese hier sehen in etwa wie unsere Zuchtapfelbäumchen aus. Die Kakaobohnen wachsen direkt am Stamm.

kakao

Tawau soll auch eine Kakaostadt sein. Hier soll es auch eine entsprechende Fabrik geben, mit Vorführung und Verkostung. Leider steht in keinem Reiseführer wo! So wage Angaben wie Tawau kann man eigentlich in die Tonne werfen. Als wir nach mehreren km außerhalb von Tawau ein Hinweisschild finden, führt uns dieser dann zu einer Kakaoplantage wo ein freundlicher Wächter uns im fließendem Malayisch den Weg verweigert. Nix Vorführung, keine Verkostung! Schade. So fahren wir miesgelaunt zu unsere Unterkunft zurück. Wir machen noch einen Abstecher in die Stadt – Semporna. Hier wollen wir uns den Markt und die Stadtmitte besichtigen. Als wir uns der Abfahrtstelle von diversen Booten nähern, welche Mitten im Markt neben der Fischhalle (ohne Kühlung!) liegt wird mir übel! Dieser Gestank von verwestem, gemischt mit dem Fischgeruch das ist zu viel für mich, ich muss mir den Mund zuhalten um mich nicht zu übergeben! So etwas hatte ich bis jetzt noch nie erlebt und ich habe schon viele Märkte besichtigt! Auch in warmen Regionen, aber dieser Dreck, der hier immer in die Ecke geschmissen wird ist schon wirklich übel! Und hier musste ich an unsere Kontrolle am Flughafen denken, Hände desinfizieren – da wir aus dem gefährlichen Singapur angekommen sind! Vielleicht sollte sich der Staat eher um Sempurna kümmern – hier müsste man die ganze Stadt desinfizieren! Ich konnte nichts auf diesem Markt kaufen – weder Obst noch anderes – mir saß der Geruch noch Stunden lang in der Nase!

Am nächsten Tag noch ein Versuch mit den Tawau-Hügeln. Dieses Mal fahren wir direkt nach dem Frühstück, so sind wir noch vor dem Mittagsregen schon hinter dem Tor. Im Rücksack eine einfache Ausrüstung: Pflaster, Blutstillender Stift, Regenjacken, Wasser und Fotoapparat. Die Wanderung kann beginnen. Die Dschungel ist schon ein toller Wald ;-) Und an jeder Ecke gibt es so viel Neues und noch nie (von uns) gesehenes.

tawau

Unser Ziel sind die heißen Quellen. Es zieht sich. Es ist heiß und dampfig. Nicht nur der Boden dünstet aus – auch wir. Obwohl es noch nicht regnet, sind wir recht schnell sehr nass. Der Boden ist von den häufigen Regen aufgeweicht und matschig, wie gut, dass wir alte Joggingschuhe mitgenommen haben. Da der Himmel (den man zwar nur selten sieht) immer dunkler wird und somit auch im Dschungel immer dunkler wird, wissen wir, dass der Mittagsregen naht. Bei dem nächsten Schild stehen wir vor der Entscheidung, heiße Quellen 1500 m, kalte Quellen 800 m. Gut wir nehmen die kalten ;-) Aber dieser Weg endet in matschigem Nix. So drehen wir. Als Rainer mich dann bittet nachzuschauen, was in seinem Socken steckt ahne ich schon schlimmes! Es ist ein BLUTEGEL! Ich hasse diese Viecher! Ich mag sie weder an mir noch an meinem Mann – iggit!

egel

Blutegel entfernt und sofort Turbogang Richtung Ausgang eingeschaltet. Die ganze Zeit murmele ich vor mich hin: Blutegel sollen von mir fern bleiben, Blutegel sollen von mir fern bleiben …. Hilft leider nicht ganz, auch ich bekomme ein Exemplar ab, welches sich bei mir in der Nähe meiner Unterhose eingenistet hat! Ist doch die Höhe! Ich mag Dschungel wirklich, aber ich mag keine Blutegel!!!
Es fängt noch an zu regnen, aber bis das Wasser durch den dichten Blätterwald durchsickert ist, kommt bei uns kaum etwas an. So erreichen wir in einem Eiltempo den Ausgang. Schnell Schuhe aus, durchsuchen, Socken durchsuchen. Grob den Körper absuchen. Rainer fand einen in seinem Bauchnabel! Jetzt hat er dort ein dickes Pflaster und fühlt sich wie neugeboren ;-) Jetzt holen wir neue Klamotten aus dem Auto und gehen duschen. Beim Ausziehen entdecke ich noch zwei Egel an der Hose, versuche diese im Klo runter zu spülen – aber diese Mühe ist vergeben – sie kriechen da raus! Die kalte Dusche auf den heißen Körper war wohl nicht meine beste Idee – mir wird plümerant (wie der Dämon aus der Artemis Geschichte sagen würde). Nach einem Tee und einer kurzen Pause fahren wir weiter nach Lahad Datu, wo wir die nächsten zwei Nächte in einem richtigen Hotel verbringen und die unmittelbare Umgebung besichtigen. Die beiden hier liegenden Reservate werden wir dieses Mal nicht besichtigen, da zumindest mein Bedarf an Blutegeln für die nächsten zwei Tage gestillt ist!