Wird auch Granit Insel genannt – da sich dort früher Granit abgebaut wurde. Heute ist das ein Ausflugsziel für die Singapurer. Die Insel ist recht klein und ohne Strom. Dieses hat zu folge, dass sobald man auf ein paar Häuschen trifft wird sofort laut – da die Stromaggregaten arbeiten wohl rund um die Uhr. Außerhalb der spärlichen Bebauung ist die Insel ruhig und grün.
Erreichen kann man sie nur mit Booten, die nicht sehr vertrauenswürdig sind – das war auch der Grund, weswegen ich im Sommer (als wir hier das letzte Mal waren) mehr als gekniffen habe. Aber ich bin doch kein Angsthase (oder doch?!). Na ja jedenfalls dieses Mal stieg ich auf so ein „Boot“.

Dieses Stühlchen, das auf dem Bild zu sehen ist – ist der Platz des Kapitäns. Und jetzt soll mir bitte keiner erzählen, Mensch, dass sieht doch toll aus! Dieser Mann hat doch bestimmt alles im Griff. Nicht gerade toll war die Bemerkung meines Mannes mitten auf dem Wasser: „Wenn wir ins Wasser fallen, dann rette ich dich. Dur darfst mir nur nicht die Luft abklemmen! Halte dich an mir fest – aber nicht am Hals“ Ja danke meinte ich da nur. Das habe ich doch jetzt auch noch gebraucht. Wir kamen aber auch ohne Zwischenfälle an – was mich sehr gefreut hat.
Auf der Insel kann man sich auch Fahrräder leihen. Wir entschieden uns aber dagegen. Erstens sieht man deutlich mehr, wenn man zu Fuß ist, zweitens – ich wusste nicht in welchem Zustand sich die Fahrräder befinden.
Als erstes besichtigten wir ein Schaugarten. In dem nicht nur Kaffee wuchs

sondern auch Erdnüsse, Chilli, Curry-Blatt-Baum, und andere Dinge wie Ohra und bittere Gurken.
Auf unserem Erkundungsgang trafen wir auf Tukans, Spinnen, Wildschweine und Affen. Leider hat sich nur eine Spinne fotografieren lassen. Dafür in aller ihrer Schönheit ;-)

Auf unserem Weg stand das erste Haus, dass auf diese Insel erbaut wurde. Es trug auch den Namen Haus Nr. 1. An diese Stelle hätte ich auch gerne ein Haus gebaut. Nur leider fehlt einem meistens das Kleingeld dafür. Es sollte auch das erste Haus in Singapur gewesen sein, dass mit offenem Kamin ausgerüstet wurde. Gut man fragt sich schon wofür einer ein Kamin bei durchschnittlich 30 °C braucht – aber man weißt nie!

Davon, dass hier früher Granit abgebaut wurde, zeugen diverse Steinbrüche, die jetzt Seen gebildet haben. Ihre Farbe ist echt einmalig. Ein tiefes Türkis. Alles schön abgesperrt – nicht dass jemand auf die Idee kommt hier zu baden.

Auf dieser Karte sieht man dann den weiteren Verlauf unseres Weges. Über einen lange Steg geht man erst um die Küste herum und dann durch Mangrovensumpfe weiter.

Da jetzt schon Ebbe herrschte müfelte es in den Sümpfen ganz gewaltig.
Schon mehrmals haben wir an Ständen eigenartige „Nüsse“ gefunden, die wir nie richtig einer Pflanze zuordnen konnten. Hier haben wir diese Pflanze gefunden. Es ist eine Nipah-Palme, die eben nur in Mongrovenlandschaft wächst. Die Frucht dieser Pflanze ist so groß wie ein Kopf und sieht sehr dekorativ aus. Leider ist diese Pflanze auch gut bewohnt, was mich davon abgehalten hat eins von diesen „Köpfen“ mitzunehmen.

Auf dem weiteren Weg, kreuzte ein Aussichtsturm unser Weg. Da ich nicht scharf darauf war ca. 200 Stufen hoch zu klettern, musste mein Mann diesen Weg alleine gehen. Er wollte es nicht anders. Der rote Punkt auf dem Steg – das bin ich von oben gesehen ;-)

Noch vor der Abreise nach Pulau Ubin entdeckten wir im Hafen einen Tiger Prawn, der dort seine Runden zog. Ob er gestern auf unserem Teller gelandet ist wissen wir nicht. Aber ein kleiner wiegt 200 g – ist also im Vergleich zu den uns bekannten Nordseekrabben ganz schön groß!

Den Tag haben wir dann bei DON – Sushi ausklingen lassen. Nach einem schönen WE-Tag gehört auch ein schönes Essen :-) Als wir das Restaurant verlassen haben, regnete es in Strömen, leider! Die Bürgersteige waren verdammt glatt, mein Mann schnell und unachtsam und so landete er der Länge nach auf dem Bürgersteig. Ein geprellter Arm (der jetzt in einer Schlinge hängt) war die Folge. So war gestern ein wirklich ruhiger Tag am Hotelpool angesagt. Erst am Abend sind wir in die Stadt und wunderten uns, dass hier auch am Sonntag um 20:00 Uhr alle Geschäfte offen haben.